Hagebuttentee ist eines der bekanntesten Traditionsgetränke Deutschlands — aromatisch, leicht säuerlich und reich an Vitamin C. Viele Menschen setzen ihn selbst an: aus getrockneten oder frischen Hagebutten, manchmal zusammen mit anderen Beeren oder Kräutern. Das Bild oben zeigt genau so einen großen Ansatz — wie er in vielen deutschen Haushalten noch heute üblich ist.
Was sind Hagebutten?
Hagebutten sind die Früchte der Hundsrose (Rosa canina). Sie reifen im Herbst und werden traditionell geerntet, sobald sie nach dem ersten Frost weich werden. Ihr auffälliges Rot signalisiert einen hohen Gehalt an Betacarotin — dem Vorläufer von Vitamin A.
Was Hagebutten besonders macht: Sie enthalten deutlich mehr Vitamin C als Zitronen. Je nach Reifegrad und Zubereitung kann der Gehalt erheblich variieren — Hitze baut Vitamin C ab, weshalb viele den Aufguss nicht kochen, sondern nur aufbrühen.
Rezept: Hagebutten-Aufguss ansetzen
Variante 1 — Einfacher Tee:
- 2–3 EL getrocknete Hagebutten (leicht aufgebrochen)
- 500 ml heißes Wasser (nicht kochend)
- 10 Minuten ziehen lassen, abseihen
- Optional: etwas Honig oder Zimtstange dazugeben
Variante 2 — Großer Ansatz (wie im Bild):
- 500 g frische oder getrocknete Hagebutten in ein großes Gärglas geben
- Mit 2 Litern abgekochtem, abgekühltem Wasser auffüllen
- Optional: Holunderbeeren, Kornelkirschen oder andere Wildfrüchte dazugeben
- Gärverschluss aufsetzen, 3–5 Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen
- Abseihen, kalt stellen — hält sich ca. 1 Woche im Kühlschrank
Was steckt drin?
Neben Vitamin C enthalten Hagebutten Vitamin A (als Betacarotin), Vitamin E, Flavonoide und organische Säuren. In der Volksheilkunde wurden sie jahrhundertelang als Stärkungsmittel eingesetzt. Wissenschaftlich untersucht werden unter anderem entzündungshemmende Eigenschaften bestimmter Inhaltsstoffe.
Blutdruck und der Alltag — warum regelmäßiges Messen hilft
Hoher Blutdruck entwickelt sich oft still — ohne spürbare Symptome über Jahre. Viele Menschen erfahren erst beim Arzttermin von erhöhten Werten. Die Deutsche Hochdruckliga empfiehlt deshalb, den Blutdruck regelmäßig auch zu Hause zu messen — idealerweise morgens, vor dem ersten Kaffee, im Sitzen.
Eine ausgewogene Flüssigkeitszufuhr — etwa durch Kräutertees wie Hagebuttentee — gilt in der Ernährungswissenschaft als Teil eines gesunden Lebensstils. Koffeinfreie, zuckerarme Getränke ersetzen dabei Softdrinks und helfen, die tägliche Trinkmenge zu erreichen, ohne den Blutdruck durch Stimulanzien zu belasten.